Das ABC des Leasings und der Finanzierung: A-D

Das ABC des Leasings und der Finanzierung: A-D | E-H | I-L | M-Q | R-U | V-Z

A
Amortisation (Voll/Teilamortisation):
Vollamortisation beinhaltet die vollständige Tilgung des Anschaffungswertes, der Nebenkosten sowie der Kosten für die Finanzierung während der vereinbarten Vertragslaufzeit.
Beim Teilamortisationsvertrag erhält der Leasinggeber seine vollständigen Kosten inklusive Gewinn in der Regel erst mit der Veräußerung des Leasingobjektes vollständig.
Andienungsrecht des Leasinggebers:
Der Leasinggeber hat am Ende der Grundmietzeit das Recht, das Fahrzeug zum kalkulierten Restwert an den Leasingnehmer zu veräußern. Der Leasinggeber wird in der Regel davon Gebrauch machen, soweit er anderweitig keinen besseren Verkaufspreis erlösen kann.

Andienungsrecht:
Bei einer Finanzierung oder einem Leasingvertrag ist auch die Vereinbarung eines sog. Andienungsrechts möglich. Ist ein solcher Andienungsrecht vereinbart, kann der Verkäufer nach Ablauf der Vertragslaufzeit verlangen, dass der Leasingnehmer das Fahrzeug zum kalkulierten Restwert erwirbt. Verbunden ist damit jedoch nicht der Anspruch, das Auto auch tatsächlich kaufen zu dürfen. Die Entscheidung fällt hier der Leasing-/Finanzierungsgeber.

Anschlussfinanzierung:
Anschlussfinanzierung: Die Anschlussfinanzierung ist eine Option des Leasingnehmers, die es ihm erlaubt, das Leasingfahrzeug am Ende der Laufzeit zum vereinbarten Preis zu übernehmen und den Kaufpreis in einer Finanzierung per Ratenzahlung zu begleichen.

Anschlussleasingvertrag:
Ein Anschlussleasingvertrag kann zwischen Leasingnehmer, Händler und Leasinggeber vereinbart werden. Das Leasingobjekt und die Vertragspartner bleiben dabei gleich. Es ändert sich dabei aber die kalkulatorische Grundlage, so das niedrigere Leasingraten erzielt werden können.

Anzahlung/Mietvorauszahlung/Leasingsonderzahlung:
Diese Begriffe stehen für eine einmalige Zahlung des Leasingnehmers zu Beginn des Leasingvertrages und wird mit dem Begriff Mietvorauszahlung am einfachsten beschrieben. Der Leasingnehmer leistet eine Zahlung an den Leasinggeber. Diese Einmalzahlung wird über die Laufzeit auf die zu zahlende Leasingrate aufgeteilt. Je höher die Leasingsonderzahlung, desto niedriger die monatliche Belastung für den Leasingnehmer während der Laufzeit.

Auflösung des Leasingvertrages:
Ein Leasingvertrag ist während der vereinbarten Grundmietzeit grundsätzlich nicht kündbar. Ein Leasingvertrag kann auf Wunsch des Leasingnehmers nur in einer gesonderten Vereinbarung mit Händler und Leasinggeber aufgelöst werden.

Auslaufende Leasingverträge (Vertragsende):
In der Regel informiert die Leasinggesellschaft den Leasingnehmer zeitig über das bevorstehenden Vertragsende des Leasingvertrages und informiert den Leasingnehmer über seine Rechte und Pflichten bei der Fahrzeugrückgabe.

B
Barwert:
Das ist die abgezinste Summe aller Leasing-Raten zzgl. eines eventuellen Restwertes.

Basisfinanzierung:
Bei einer Basisfinanzierung wird das Fahrzeug anbezahlt, das kann beispielsweise durch die Hereingabe eines Gebrauchtwagens passieren. Der restliche Kaufpreis wird dann in monatlich gleichbleibenden Raten abbezahlt. Am Laufzeitende der Basisfinanzierung ist das Fahrzeug komplett abbezahlt und geht in das Eigentum des Käufers über. (siehe auch Vollfinanzierung)

Betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer:
Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer ergibt sich aus den AfA-Tabellen der Finanzbehörden und beschreibt den Zeitraum, über den das Fahrzeug üblicherweise im Betrieb wirtschaftlich oder technisch abgenutzt wird.

Bilanzneutralität:
Leasingverträge werden nach den Vorgaben der Leasingerlasse der Steuerbehörden konstruiert. Entsprechend wird das Wirtschaftsgut in der Bilanz des Leasinggebers aktiviert. Für den Leasingnehmer sind die Kosten für den Leasingvertrag als Ausgaben in seiner Gewinn- und Verlustrechnung zu buchen.

Bonitätsprüfung:
Der Leasinggeber überprüft vor Unterzeichnung des Leasingantrages den zukünftigen Leasingnehmer auf seine Zahlungsfähigkeit, damit eine reibungslose Bedienung der Leasingraten durch den Leasingnehmer gewährleistet ist.