Das ABC des Leasings und der Finanzierung: I-L

Das ABC des Leasings und der Finanzierung: A-D | E-H | I-L | M-Q | R-U | V-Z

K
Kaufoption:
Bei Vollamortisationsverträgen kann sich der Leasingnehmer eine Kaufoption am Ende des Leasingvertrages zum Restbuchwert einräumen lassen.

Kilometervertrag:
Leasinggeber und Leasingnehmer vereinbaren neben der Mietdauer auf Zeit eine Gesamtkilometerlaufleistung.
Am Ende der Laufzeit des Leasingvertrages erfolgt entweder eine Berechnung der Mehrkilometer, oder eine Gutschrift für nicht verbrauchte Kilometer. Im Regelfall wird eine Freikilometergrenze im Vertrag mit aufgenommen. Diese beträgt meist zwischen 2500 km und 5000 km.

Kündigung (s. auch Auflösung eines Leasingvertrages):
Voll- und Teilamortisationsverträge sind während der vereinbarten Grundmietzeit generell nicht kündbar. Eine Kündigung des Leasingvertrages durch den Leasinggeber ist nur mit wichtigen Gründen möglich. Meist ist dies der Zahlungsrückstand des Leasingnehmers.

L
Langzeitmiete:
Die Langzeitmiete ist eine Erweitungsform im Angebot von Autovermieter und Mietwagenunternehmen.
Der Kunde schließt einen Vertrag mit der Autovermietung und holt das Fahrzeug dann bei einer Vermietstation ab. Genau wie beim Leasing kauft auch bei der Auto-Langzeitmiete das Mietwagenunternehmen das Fahrzeug und stellt dem Kunden dieses gegen eine monatliche oder jährliche Mietzahlung zur Verfügung. Während bei einem Leasingfahrzeug der Kunde das Model und die Ausstattung des Fahrzeugs explizit nach seinen Wünschen festlegt, hat er im Bereich Langzeitmiete lediglich die Auswahl zwischen den bereits vorhandenen Fahrzeugen. Die Mindestmietzeit wird meist individuell verhandelt (ab einem Monat aufwärts) und kann bis zu 24 Monaten betragen.
Wie beim Leasing werden auch bei der Langzeitmiete die Verträge mit einem Restwert kalkuliert, zu dem der Mieter das Auto nach Ablauf der Mietzeit erwerben kann.

Laufzeit:
Mit der Laufzeit eines Leasingvertrages wird die zwischen Leasingnehmer und Leasinggeber vereinbarte Grundmietzeit bezeichnet.

Laufzeit Restwertvertrag/ Open End Vertrag:
Der Zeitraum eines Leasingvertrags richtet sich nach den Teilamortisationserlassen. Darin ist festgelegt, dass sich die Grundmietzeit des Leasingobjektes bei einem Restwertvertrag zwischen 90% und 40% der in den AfA Tabellen festgelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bewegen muss.

Leasing-Erlasse:
Die Erlasse des Bundesfinanzministers zur steuerlichen Behandlung von Mobilien-Leasingverträgen: - "Vollamortisationserlass" vom 19.04.1971; - "Teilamortisationserlass" vom 22.12.1975; Diese Erlasse sichern die Zurechnung des Leasingobjektes beim Leasinggeber (wirtschaftliches Eigentum).

Leasingfähigkeit:
Als leasingfähig bezeichnet man Objekte, die als selbständige materielle Wirtschaftsgüter genutzt werden können, fungibel sind und für Dritte verwendbar sind.

Leasinggeber:
Als Leasinggeber wird die Bank, oder die Leasinggesellschaft bezeichnet, welche das Kapital für die Anschaffung des Leasingobjektes bereitstellt.

Leasingnehmer:
Vertragspartner des Leasinggebers und im Regelfall der Nutzer des Fahrzeugs.

Leistungsstörungen:
Der Leasingvertrag ist ein ständiger Austausch von Leistungen. Der Leasingnehmer ist verpflichtet zur pünktlichen Bezahlung der Leasingraten. Der Leasinggeber ist verpflichtet, dem Leasingnehmer das Wirtschaftsgut im Rahmen der vereinbarten Grundmietzeit zur Nutzung zur Verfügung stellen.
Kommt einer der beiden Vertragspartner seiner Verpflichtung nicht nach, spricht man von einer Leistungsstörung.

Liquidität:
Die Anschaffung eines Investionsgutes mittels Leasing schon die Liquidität des Leasingnehmers. Die Anschaffungskosten werden vom Leasinggeber bereitgestellt. Kosten entstehen erst mit der Nutzung des Leasingobjektes und können in der Regel steuerlich als Aufwendungen geltend gemacht werden.